Mitteilungen und Presseinfos:
NWZ vom 09.09.2011
Oldenburg - Das Tauchen im Blankenburger See ist eigentlich nicht erlaubt, doch die Stadt duldet die Sportler in dem Gewässer seit geraumer Zeit. Nun soll nach Lösungen gesucht werden, wie die Tauchvereine in Oldenburg dort weiter ihrem Sport nachgehen können, aber trotzdem die Vegetation nicht gestört wird.
In einer Anlage für den Umweltausschusses werden mehrere Punkte angesprochen,
die mit den Betroffenen Sportlern disktutiert werden sollen. Die Verwaltung
strebt demnach eine „naturschutzverträgliche Nutzungsregelung mit den Vereinen“
an, und diese bis Ende 2011 vertraglich abzuschließen. Dabei geht es um die
räumliche Beschränkung von Ein- und Ausstiegsbereichen, die Festlegung von
tauchfreien Regenerationszonen, Zulassungsbeschränkungen, Zeiteinschränkungen
und das Verbot von Ausbildungstauchgängen.
Die Unterlage ist eine
Antwort auf eine eingereichte Frage der SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten
wollten von der Stadt wissen, wann und unter welchen Kriterien und von welchem
Personenkreis im Blankenburger See getaucht werden darf. Auch die Frage nach
Beeinträchtigungen der Umwelt durch die Unterwasser-Aktivitäten stellt die SPD.
Die Verwaltung stellt dazu fest, dass der Blankenburger See über eine „sehr
gute Wasserqualität“ verfügt und aufgrund der Flora und Fauna im Bereich der
Ufer „besonders schutzwürdig“ sei.
Dazu stellt die Stadt in ihrem
Schreiben auch fest: „Nachweisbar ist ein deutlicher Rückgang gefährdeter und
geschätzter Pflanzenarten und Vegetationstypen in den zugänglichen, ufernahen
Seebereichen“. Ob und in welchem Maße diese aber durch Taucher entstehen, hängt
von mehreren Faktoren ab. Ob das Tauchen im Blankenburger See Auswirkungen auf
die Tier- und Pflanzenwelt hat, beschreibt die Stadt in der Anlage nicht.
Text: Sven Mertinkat (NWZ)
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BLANKENBURG, 27. April 2011
Oldenburg: Rätselraten um gefällte Bäume
Blankenburger See Taucher fürchten um ihr Revier – Stadt ver- und ermittelt
Nur noch Stümpfe: Tauchsportler Frank Klockgether ist entsetzt über die
mysteriöse Baumfällaktion. BILD: Thorsten Helmerichs

Blankenburg - Die Oldenburger Taucher sind empört: „Man will uns wohl vom
Blankenburger See vergraulen“, spricht Frank Klockgether, Leiter der
Taucherabteilung des Oldenburger Yacht-Clubs, das aus, was auch die Mitglieder
der Tauchsportvereine Oldenburger Delphine, Beluga und Lazy Divers meinen.
Hintergrund für ihre Befürchtung ist die Tatsache, dass an der früheren
DLRG-Hütte, in deren Nähe die Taucher ins Wasser gehen, etwa zehn Bäume gefällt
wurden. „Auch das Unterholz wurde entfernt, die Schilfzone ist plattgemacht
worden“, so Klockgether. Pächter der Hütte ist Landschaftswart Kurt Duske, der
auch eine Jagdschule betreibt. Und die Taucher glauben nun, für die Jägerei sei
hier freie Sicht auf den herrlichen See geschaffen worden.
„Das stimmt
nicht“, sagt Stadtsprecher Andreas van Hooven auf Nachfrage der NWZ. In der Tat
seien hier im Landschaftsschutzgebiet mehrere Bäume verschwunden. „Eine Weide,
die abzuknicken drohte, wurde im Auftrag der Stadt entfernt. Mit dem Fällen der
anderen Bäume haben weder wir noch Herr Duske etwas zu tun. Das ist ein großes
Rätsel. Wir ermitteln in dieser Sache“, betont van Hooven.
Auf seine
Bitte hin habe es vor Ostern eine Ortsbegehung mit Vertretern des Umweltamtes
gegeben, erzählt Landschaftswart Duske. Auch er kann sich nicht erklären, wer
die Bäume gefällt hat. „Ich wünsche mir sowieso mehr Unterstützung von den
Behörden“, so der 76-Jährige. Man dürfe zum Beispiel die angelegten Wege am See
benutzen. „Es gibt hier aber viele Trampelpfade, die man entfernen müsste.“ Als
Jagdgelände werde der See nicht genutzt, stellt der Jagdschulbetreiber klar. Er
werde die alte Hütte, die über viele Jahre leer stand und langsam verrottete,
wieder herrichten und als „Lernort Natur“ nutzen. Es gehe ihm um das Beobachten
der Natur.
Duske sagt aber auch, dass die Taucher die Natur im
Landschaftsgebiet stören. „Gerade jetzt in der Brut- und Setzzeit sowie später
in der Aufzuchtzeit.“ Die Stadt möchte nun alle Beteiligten an einen Tisch
bekommen. „Das Baden und das Tauchen sollen an dem See erlaubt bleiben“, sagt
Andreas van Hooven. „In einem Gespräch mit den zuständigen Amtsleitern, den
Tauchern und dem Landschaftwart werden wir eine Lösung suchen.“
Text:
Susanne Gloger (NWZ)
Diese News wurde am 27.04.2011 um 17:08 Uhr von
Redaktion
veröffentlicht.
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Tauchverbot Harkebrügge:
Jeder See, der von uns Tauchern genutzt wird, hat einen Eigentümer oder
Pächter. Wie immer sind es „DIE TAUCHER“, die sich nicht benehmen können und dem
entsprechend werden alle Taucher bei Strafe aus diesen Gewässern verbannt.